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| PILGERN&SURFEN
Salongespräche im L&arc, Romainmôtier |
| 1: Lesen als kulturelle Kernkompetenz, 12. -14. Mai 2000 |
| Eine Veranstaltung des L&arc, Romainmôtier, und des zusammenstoss, Luzern. |
Pilgern und Surfen übers Lesen
Handbuch Lesen. Hg. im
Auftrag der Stiftung Lesen von Bodo Franzmann et al. Saur, München 1999. 690 Seiten.
Darin besonders: Heinz Bonfadelli: Leser und Leseverhalten heute - Sozialwissenschaftliche
Buchleserforschung, S. 86-144. Ursula Christmann / Norbert Groeben: Psychologie des
Lesens, S. 145 - 223. Marc Wittmann / Ernst Pöppel: Neurobiologie des Lesens, S. 224 -
239.
Sven Birkerts: Die
Gutenberg-Elegien. Lesen im elektronischen Zeitalter. S. Fischer, Frankfurt 1997.
320 S.
Eine sensible Beschreibung der Leseerfahrung wird verknüpft mit einer monokausalen
Verfallsthese, wonach die moderne Informationstechnologie das grossartige Erbe der
Gutenberg-Kultur zerstöre. Die rückbezüglich idealisierende Kulturkritik Neil Postmans
findet hier eine Nachfolge.
Alberto Manguel: Eine Geschichte
des Lesens. Verlag Volk & Welt, Berlin 1998. 432 S.
Manguel hat eine wunderbare Liebeserklärung ans Lesen an und für sich geschrieben, das
aus der Sicht des Liebhabers von wunderbaren Leseerfahrungen erzählt. Chronologie und
Theorie interessieren ihn bloss am Rande. "Lies, um zu leben", wird Flaubert
vorab zitiert.
Roger Chartier / Guglielmo Cavallo
(Hg.): Die Welt des Lesens. Von der Schriftrolle zum Bildschirm. Campus Verlag,
Frankfurt / New York 1999. 688 S.
Ein ambitiöses, umfangreiches und in weiten Teilen anregendes Grundlagenwerk, das die
ganze Spannweite der Lesekultur einzufangen versucht. Trotz qualitativer Unterschiede
erschliessen die insgesamt 13 Aufsätze eine reiche Fülle an Originalquellen zur
Lesekultur und den darin geborgenen Denkmustern und sozialen Bruchlinien. Das quantitative
Übergewicht der Lesekultur in Mittelalter und früher Neuzeit äussert sich leider auch
qualitativ, indem der aktuelle Umbruch zur Hypertextkultur fast vollständig aus dem
Blickfeld geraten ist. Der Bildschirm bleibt ohne Strom.
Warum lesen? Ein Spielzeug zum Lesen von Christian L. Hart Nibbrig. Suhrkamp TB, Frankfurt 1983. 264 S.
Klaus Ring / Klaus von Trotha, Peter Voss (Hg.): Lesen in der Informationsgesellschaft - Perspektiven der Medienkultur. Nomos Verlagsgesellschaft, Baden-Baden 1997. (Kongressband Stiftung Lesen)
Lesen im Umbruch. Hg.. von der Stiftung Lesen. Nomos Verlagsgesellschaft, Baden-Baden 1998, 234 S.
Walter Grond: Der Erzähler und
der Cyberspace. Haymon Verlag, Innsbruck 1999. 160 S.
Grond schliesst die Schnittstelle, die der Chartier-Band offenlässt, indem er anregend
und dicht gepackt den Stellenwert von Lesen und Erzählen aufgrund der künstlerischen
Avantgarde sowie der neuen Medien reflektiert. Statt zu klagen, glaubt er im Hypertext die
Voraussetzung für eine "dritte Kultur", für "eine Vision von
naturwissenschaftlich gebildeten Geistes- und Literaturmenschen" zu erkennen.
Robert Darnton: Der Kuss des
Lamourette. Aus dem Amerikan. v. Jörg Trobitius. Edition Akzente, Hanser Verlag
1998. 284 S.
Kulturgeschichtliche Betrachtungen. Darin besonders: Erste Schritte zu einer Geschichte
des Lesens, S. 98-134.
Vilém Flusser: Die Schrift. Hat Schreiben Zukunft? Fischer TB, Frankfurt 1992. 144 Seiten.
Ivan Illich: Im Weinberg des Textes. Als das Schriftbild der Moderne entstand. Luchterhand, Frankfurt 1991, 214 Seiten.
Stafania Sabin, Zsuzsanna Gahse,
Valentin Braitenberg: Wörter, Wörter, Wörter! Göttinger Sudelblätter, 1999.
40 S.
Drei dichterische Versuche über das Lesen in historischer, intimer und
technisch-wissenschaftlicher Perspektive.
Marcel Proust: Tage des Lesens,
in: Nachgeahmtes und Vermischtes. Werke 2. Frankfurt, Surhkamp 1989. S. 220-269.
Reflexionen eines grossen Lesers.
Roland Barthes: Die Lust am Text.
Frankfurt, Suhrkamp, 1974. 98 S.
Über die Sinnlichkeit des Lesens und das "das Fiktive der Identität".
Peter Bichsel: Der Leser. Das
Erzählen. Franfkurter Poetikvorlesungen. Frankfurt, Luchterhand, 1982. 86 S.
Reflexionen eines Lese-Süchtigen: "Lesen ist für mich sozusagen immer und
unabhängig vom Inhalt der Eintritt in eine Gegenwelt".
Szenen des Lesens finden sich etwa in der
Anthologie:
Lust am Lesen. Hg. v. E.R. Piper. Serie Piper, München 1985. 502 S.
Und ganz besonders:
Hans-Jost Frey: Lesen und Schreiben. Urs Engeler, Editor 1998. 140 S.
Hans-Jost Frey reflektiert über das poetische, zerstreute, schweifende Lesen, das sich
der behaftbaren "Gesetzgebung" entzieht. Frei von begrifflichem Ballast versucht
er sich darüber klar zu werden, was im Vorgang des Lesens und Schreibens - sich
bedingender Handlungen - vor sich geht.
Hans-Jost Frey: Der unendliche Text. Suhrkamp, Frankfurt 1990. 310 Seiten.
Marc Wittmann / Ernst Pöppel: Neurobiologie des Lesens, in: Handbuch Lesen. Hg. im Auftrag der Stiftung Lesen von Bodo Franzmann et al. Saur, München 1999. S. 224 - 239.
Ernst Pöppel: Lesen als Sammeln und Sich-Sammeln - Eine synoptische Betrachtung, in: Klaus Ring et al. (Hg.): Lesen in der Informationsgesellschaft, S. 90-100.
Ernst Pöppel: Grenzen des Bewusstseins. Wie kommen wir zur Zeit, und wie entsteht Wirklichkeit? Insel Verlag, Frankfurt 1997. 210. S.
Zum Thema "Lesen am Bildschirm / auf dem Internet" - How Users Read on the Web
Die thematisch weit gefächerten Texte von Felix Keller sind nachzulesen auf seinen umfangreichen Websites.
Ein Aufsatz zum Thema "Lesen" von Beat Mazenauer, sowie
die von ihm kommentierte Link-Sammlung zu "Literatur auf dem Netz".
Sprechen und Schreiben im
Netz. Eine Tour de Force
durch aktuelle Sprech- und Schreibprojekte im Netz.
Volltexte auf dem Netz bei Gutenberg.
Elektronische Texte. Shakespeare oder die Bibel gefällig?
Was sind E-books? Eine Einführung.
E-books versus traditionelle Bücher. Es grüsst der Tremmel Verlag.
Und der Tagi meint, das E-book sei noch nicht druckreif.
Eine der grössten Rocket eBook Libraries finden sie hier beim Hersteller.