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Der Lehrer
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Im Schatten des Erzählens
Zu Peter Bichsel
von Beat Mazenauer
Nun haben aber die Sirenen
eine noch schrecklichere Waffe als den Gesang,
nämlich ihr Schweigen.
(Franz Kafka)1
Zu Zeiten heilloser Ungewissheit behilft man sich gerne mit den
Antworten der Dichter. Damit haben sie sich die Zuneigung ihres Lesepublikums zu
verdienen. In dem Sinne richtete ein ratloser Zeitgenosse unlängst einen seltsamen Appell
an Peter Bichsel: "Bitte, gib Laut!"2 tat er
nachdrücklich und in kynologischer Wendung seine Forderung kund, der Dichterfreund möge
endlich das Schweigen brechen und Stellung nehmen, wozu auch immer. Ist es Unverfrorenheit
oder Phantasielosigkeit, was ihn zu solchem Hilferuf drängte? Liegt es an dem Dichter
selbst, der, wie das Licht die Motten, die Hoffnungen anderer an sich zieht? Handelt es
sich gar um jene Rache der Öffentlichtkeit, von der Max Frisch gesprochen hat?3 Gewiss ist nur: Bichsel schweigt - und markiert so seine
eigenartige Präsenz coram publico.
Der Lehrer
"Ich bin Schweizer", heisst es ebenso schlicht wie
unmissverständlich im ersten Satz von "Des Schweizers Schweiz"4.
Geboren 1935 in Luzern und seit 1941 am Jurasüdfuss zuhause, hat Bichsel in Solothurn und
Umgebung seine Heimat gefunden; hier sprechen die Leute jenes weiche Allemanisch mit der
etwas behäbigen Diktion, das für Bichsel nicht nur Ausdrucksweise, sondern auch Denkform
zu sein scheint. Die kleinbürgerliche Herkunft bestimmte ihn nicht zum Dichter, immerhin
fiel dem jungen Peter zuhause - sein Vater war Maler - ein Buch in die Hände, das seiner
Phantasie alle Entfaltungsräume öffnete und ihn als kindlichen Leser nicht beruhigt,
sondern "ernst genommen" hat (Sch. 38): "Kochs Grosses Malerhandbuch".
Dieses lehrte ihn, "am Lesen an und für sich mindestens ebensoviel Spass zu bekommen
wie am übermittelten Inhalt" (Sch. 32). Bichsel erlebte dabei eine Freiheit im
Umgang mit Sprache, welche die Schule ihm nicht mehr gewährte, stattdessen erhielt er
hier solange die Gesetze der Grammatik und Orthographie mit Gewalt und Rotstift
eingepaukt, dass ihm beinahe die Sprache ausgetrieben worden wäre. Wenn dies nicht ganz
gelang, so dank dem Verständnis von Lehrer Hasler, der über den fehlerhaften
grammatikalischen Subtext hinaus mit Interesse Bichsels einfallsreiche Geschichten las -
und ihn so für die Literatur und für die Schule rettete. 1955 wurde ihm das
Primarlehrerpatent überreicht und danach wirkte er bis 1968 in diesem Beruf. Aber der
Schrecken blieb haften und der Zwangscharakter der Institution Schule weiterhin eines der
bestimmenden Themen Bichsels: "Unsere Schulen lehren offensichtlich nur
buchstabieren, lesen lehren sie nicht." (Des. 64) Ähnlich wie Barthes ortet er in
der Grammatik eine Machtstruktur, die den Zugang zur Sprache wo nicht verhindern, so doch
erschweren und reglementieren soll.
Um 1960 herum begann Bichsel mit dem Schreiben und schon 1964 landete
er mit den Milchmann-Geschichten einen der erstaunlichsten literarischen Erstlingserfolge.
Auf einen Schlag wurde er zu einem von Kritik und Lesepublikum gleichermassen gschätzten
Autor. Der Nachfolgeroman "Die Jahreszeiten" (1967) stiess zwar der formalen
Hermetik wegen auf Skepsis und Ablehnung, doch bereits mit den
"Kindergeschichten" (1969) stellte sich der gute Ruf wieder her. Dann allerdings
versiegte die literarische Produktion und wurde abgelöst durch politische Essayistik.
Ebenfalls 1969 erschien "Des Schweizers Schweiz" und sorgte für Aufsehen. In
einfachen, klaren Sätzen bringt Bichsel darin seine irritierende Kritik am Heimatland
vor; irritierend deshalb, weil Tonfall und Aussage oftmals scharf miteinander
kontrastieren und zu Missverständnissen Anlass geben. Er trägt seine unzweideutigen
Vorbehalte gegenüber einem im wörtlichen Sinne reaktionären und selbstgerechten Staat
in fast versöhnlich klingenden und mitunter patriotisch anmutenden Sätzen vor. Darauf
zielte Hermann Burgers Vorwurf, dass Bichsel derart seine Kritik ästhetisiere und
folglich abschwäche5. Dennoch lässt dieser an seiner
Absicht keinen Zweifel, nämlich "dem Bestehenden Schwierigkeiten zu machen, denn nur
Schwierigkeiten veranlassen die Veränderung" (Des. 68). Implizit weist Bichsel damit
auf eines der zentralen Versäumnisse des legendären helvetischen "Modells"
hin: die nicht ernst genommene Demokratie. Demokratie ist kontrovers geführter
Meinungsaustausch, doch in der Schweiz wird geflissentlich auf diese conditio sine qua non
verzichtet. Eine Demokratie allerdings, in der die notwendige Auseinandersetzung nicht
gepflegt wird, ja nicht einmal gewollt ist, eine solche Demokratie "wäre die
schlechteste Staatsform der Welt" (Des. 54). Und eine kulturlose obendrein, weil sich
darin Einzelinteressen heimlich der Sprache bemächtigen, sodass sich mit ihr gar nicht
mehr streiten lässt. Fehlende Streitkultur, Ausschliessung und Desinteresse aber führen
zur "Entdemokratisierung" (Ig. 153).
Bichsels politische Postulate fanden Ausdruck in zahlreichen Aufsätzen
und Reden. Seit 1957 ist er zudem Mitglied der Sozialdemokratischen Partei (SP)6, deren populärem Bundesrat Willi Ritschard er zwischen 1974
und 1981 als persönlicher Berater zur Seite stand - eine Aufgabe, die zu beider Ruhm
massgeblich beigetragen hat. Nebenher ruhte die literarische Arbeit weitgehend, bis Mitte
der 80er Jahre der Erzählband "Der Busant" (1985) erschien. Seitdem hat sich
Peter Bichsel vornehmlich in Zeitungs- und Zeitschriftenkolumnen geäussert.
Der Erzähler
Vertell. Du lüchst so schön!
Uwe Johnson7
Warum nur schweigt dieser begnadete Erzähler? Eine Antwort geben
möglichicherweise die Frankfurter Poetik-Vorlesungen von 1982. Ihr Titel "Der Leser.
Das Erzählen" weist schon auf den wesentlichen Zusammenhang hin: Lesen und Erzählen
erscheinen gleichrangig nebeneinander, wobei das Lesen als lebensgeschichtliche Vorstufe
vorangestellt ist. Erzählen stellt für Bichsel eine grundlegende menschliche Tätigkeit
dar, an der Erzähler wie Rezipienten gleicherweise aktiv teilhaben, und die mit dem
Begriff Literatur nur unzureichend eingefangen wird. "Unser Leben wird dann sinnvoll,
wenn wir es uns erzählen können", hält Bichsel kategorisch fest (Le. 78). Mit dem
Erzählen beweist der Mensch sich selbst - sofern ihm jemand zuhört. Dabei kommt es nicht
so sehr darauf an, was er erzählt, sondern dass er es überhaupt tut. Der Inhalt,
wiederholt Bichsel verschiedentlich, ist nur Anlass zum Umgang mit Sprache und zum Spiel
mit (Lebens-)Möglichkeiten im Konjunktiv, der grammatikalischen Erzählform par
excellence - "die Frage: 'Was wäre wenn?' ist die Frage, die die Geschichten
auslöst" (Le. 20). Daher erzählt Bichsel mit Vorliebe vom Akt des Erzählens -
bemüht um die Wahrung eines "Erzählerischen Bewusstseins" (Le. 83), das zu
eigenen konjunktivischen Geschichten befähigt, und Sorge tragend dafür, dass "die
Tradition des Erzählens, des Geschichtenschreibens nicht ausstirbt" (Le. 68). Dies
verbindet ihn im Geiste mit Walter Benjamin, der in seinem Essay "Der Erzähler"
die wesentlichen epischen Gesetze formuliert hat. Er schreibt, grosse Erzähler zeichnen
sich dadurch aus, dass sie aus eigener Erfahrung schöpfen, "im Volk wurzeln"
und diesem Volk erzählen, dass sie ihre Geschichten "von Erklärungen
freizuhalten" vermögen und zuguterletzt Geduld für die Langeweile aufbringen. Denn:
"Die Langeweile ist der Traumvogel, der das Ei der Erfahrung ausbrütet. Das Rascheln
im Blätterwalde vertreibt ihn." Stirbt er aus, so aber "verliert sich die Gabe
des Lauschens, und es verschwindet die Gemeinschaft der Lauschenden."8
Was der Philosoph in unheilvoller Ahnung hier in eine Metapher fasst, ist längst zur Norm
geworden. In der Flut von Informationen, Plastikwörtern und Phantomdiskursen bleibt keine
Aufmerksamkeit mehr fürs Zuhören, ist das Selbstgespräch zum Negativideal avanciert:
mithin die Kommunikation, die Streitkultur verflogen.
Bichsel allerdings kennt eine letzte Bastion des Erzählens: die Beiz,
wo sich "das gemeine Volk" begegnet und "wo ich jene treffe, die anders
sind als ich und wo ich alle treffe - auch jene, die ich nicht mag."9
Topographisch entspricht die Beiz der guten Stube oder der Küche, wo man einst an den
langen Abenden zusammensass, um Geschichten auszutauschen und sich so die Zeit zu
verkürzen. Dieses altväterisch anmutende Genrebild erhält durch Bichsel wieder
gegenwärtige Gestalt. Es versteht sich, dass man an diesem Ort nicht intellektuelle
Diskurse führt oder Geschichten erfindet, vielmehr wird hier Erfahrenes, Gehörtes oder
Vermutetes unter der Last des alltäglichen Erlebens von Entfremdung, Ohnmacht und
enttäuschten Illusionen nochmals behauptet, kommentiert und bestritten. Sich gerade an
den gewöhnlichen, kleinen Problemen bewährend, gehen Bichsels Kolumnen immer wieder von
solchen Stammtisch-Geschichten aus - und sie tun es in einer Sprache, die der tatsächlich
da gesprochenen nahe kommt. Dies vor allem macht Bichsel zum Erzähler. Er ist weder
Rhapsodist10 noch Romancier, sondern ein Fabulierer aus
mündlicher Tradition. Von daher leitet sich sein einprägsamer, karger Stil ab, der sein
literarisches Schaffen wesentlich bestimmt. Hermann Burger hat Bichsels Sätze einmal als
"Wandtafelsätze" apostrophiert, und in der Tat machen sie den Anschein von
hüpfenden Ein-Satz-Behauptungen, von Mustersätzen aus einem Deutschlehrbuch für
Fremdsprachige, das einen Ausgleich zwischen gesprochenem und geschriebenem Idiom sucht.
Nicht ganz zufällig, denn Bichsel selbst bezeichnet die deutsche Hochsprache als eine
Fremdsprache, deren er sich nur mit grosser Anstrengung bedient, und die er sich in
eigentümlicher Weise anverwandelt, als ob sich die Geschichte erst beim Schreiben bzw.
Reden allmählich verfertigte.
Strukturell macht Bichsels Prosa Anleihen bei der volkstümlichen
Geschichte (lexikalische Beschränkung, Gebrauch von Clichés und Typen) sowie bei der
alltagstauglichen Umgangssprache, der vorwiegend parataktische Reihung, häufige
Wiederholungen, dialektale Wendungen, die Vermeidung direkter Rede sowie vor allem der
ausgiebige Gebrauch des Konjunktivs II geschuldet sind. Beide Elemente tragen bei zu einer
ausgesprochen restringierten Sprache, die unprätentiös, formelhaft, sachlich, mitunter
etwas pathetisch anmutet, kurzum ohne "Glanz, Bravour und Brillanz"11 (Reich-Ranicki) für sich wirbt. In frappanter Weise
erinnert ein solcher Stil an Roland Barthes' Begriff der "neutralen
Schreibweise". Barthes definiert, dass sie "einen Stil der Abwesenheit
(vollbringt), der fast eine ideale Abwesenheit des Stils bedeutet"12
und somit eine neue Möglichkeit literarischen Sprechens schafft, welche "die
allererste Bedingung der klassischen Kunst wieder her(stellt): ihre
Instrumentalität"13. Dabei ist von zentraler
Bedeutung, wo Barthes diese Schreibweise topographisch situiert: nämlich in der
eigentlichen Ausdrucksweise der dargestellten Figuren. Jene macht "die tatsächliche
Rede der Menschen zum Ort für ihre Reflexe" und spricht sich die Aufgabe zu,
"zu berichten von der Situation der Menschen, die eingemauert sind in der Sprache
ihrer Klasse, ihrer Provinz, ihres Berufes, ihres Erbes, ihrer Geschichte"14. Bichsel selbst äusserte sich in ähnlichem Sinne:
"Alle Sätze, die ich schreibe, sind schon gebraucht. Ich erfinde keine neuen Sätze,
sondern bin ein Occasionshändler"15 jenes Idioms,
das ihm die Beiz eingibt.
Lexikalische Einfachheit und syntaktische Klarheit dürfen aber nicht
dazu verführen, Bichsels Sprache zu unterschätzen. Wider den ersten Eindruck handelt es
sich hierbei um die ungemein elaborierte, ausgepichte Prosa eines sprachbesessenen Autors,
der persönlich für seine Literatur haftet, indem er sich als literarische Figur
einführt. Autor und Erzähler sind quasi-identisch, einzig durch den öffentlichen
Charakter des Geschriebenen voneinander getrennt. Bichsels parataktische Syntax mit
seltener Untergliederung hebt alle Sätze auf eine Stufe. Nichts ist unwichtig, dass es
gesagt sei, und keine Proposition ist der anderen verantwortlich. Was sich einfach liest,
erweist sich nach genauer Lektüre als mit Brüchen, Widersprüchen und Paradoxien
durchsetzt. Die anscheinend stringente Textlogik wird umgehend durch den konjunktivischen
Modus aufgebrochen und dadurch in den Grenzbereich von Wirklichkeit und Fiktion,
Identifikation und Distanzierung gerückt. Die vernachlässigte syntaktische wird doppelt
durch eine modale und eine temporale Hierarchie substituiert.
Bichsel bedient sich dialektaler Formen. Allein, woher rührt dann das
Übergewicht des Imperfekts, das in Opposition zum umgangssprachlichen Perfekt als Tempus
der Vergangenheit dient? Ebenso selten wie Hypotaxen lassen sich nämlich in Bichsels
Geschichten Perfektformen nachweisen, weshalb temporale Lücken entstehen, wo Präteritum
und Präsens nicht mehr durch die "unvollendete Vergangenheit" vermittelt, d.h.,
wo Erinnerung und Gegenwart strikte voneinander getrennt sind. Zudem fallen häufige und
oft überraschende Wechsel innerhalb von Tempus und Modus, aber auch stilistische
"Mängel" ins Auge16. Am Beispiel der
Milchmann-Geschichte "Männer" sind sie nachzuweisen.
"Sie ist jung, dachte man auch. Ein bisschen verdorben, wünschte
man. Sie macht Lungenzüge, sah man. Eine Freundin hatte es sie gelehrt, wusste man. Um
halb sieben fährt der Zug. Sie sahen ihr zu, wie sie den engen Mantel aufknöpfte,
auszog, sich ausschälte." (Mi. 10) Diese alltägliche Beobachtung einer jungen Frau,
schön parataktisch geordnet, lässt bei näherer Betrachtung zahlreiche Ungereimtheiten
erkennen. Auslassungen, Sprünge und Umkehrungen in der diskontinuierlichen Zeitstruktur,
irritierende Tempuswechsel und falsches Pathos, ja sogar grammatikalische Fehler
hintertreiben raffiniert die intratextuelle Logik. Indem Bichsel die Form aufbricht, zieht
er seine Beobachtung, bzw. das Vermögen, ihr mittels Sprache beizukommen, in Zweifel.
Mehrfach verklammert er zudem Anfang und Ende der Szene nochmals innerhalb des Textes
selbst, sodass sich dieser zeitstrukturell wie der Balg beim Akkordeonspiel wechselweise
zu dehnen und zu falten scheint. Leistet der Autor diesbezüglich zuviel, gibt er sich
andernorts wortkarger: wenn zum Beispiel die Frau Lungenzüge macht, die sie eine
Freundin gelehrt hatte. Wo üblicherweise ein Perfekt stehen würde, setzt er
Plusquamperfekt und reisst so gleichsam einen Graben ins Textkontinuum, welchen die
Lesenden selbst auszufüllen haben. In einer Kolumne hat Bichsel zu dieser temporalen
Divergenz geäussert: "Nur etwas wäre nicht beschreibbar, das Schweigen, das hinter
seinem Satz steht, hinter seinem Satz, der noch einfacher ist als meiner: 'Ich war in
Stalingrad.'" (Gs. 183)
Das Beispiel der "Männer"-Geschichte veranschaulicht, dass
der Erzähler Bichsel nicht umhin kann, die Krise der ästhetischen Moderne, die
wesentlich eine Krise des Erzählens ist, zu respektieren. Das epische Erzählen muss
heute gegen die Fragmentierung und den Schwund authentischer Erfahrung ankommen. Die
Entfremdung von Arbeit und Freizeit, die Parzellierung der menschlichen Beziehungen, die
Kommunikationstechnologien mit ihren binären Codes und nicht zuletzt die Entzauberung der
Welt haben die alte, ideale Lebenstotalität zerbrochen und mit ihr die übergreifende
Konzeption eines grossen Stils und eines unstillbaren epischen Erzählflusses. An ihre
Stelle sind Disharmonie, Dissonanz und Montage getreten. Wie schon für Robert Walser,
einem der "Vorbilder" Bichsels in dieser Hinsicht, existiert keine epische
Totalität mehr; und die epische Naivität ist unstatthaft geworden. Schreiben ist nicht
mehr mimetisches sondern wesentlich reflektiertes Schreiben, welches das eigene Tun
befragt, bezweifelt und gegen dieses selbst anschreibt. Desillusionierende, verfremdende
Formeln wie: "Die Geschichte gibt nichts her. Es lohnt sich nicht, sie Kieninger
anzuhängen" (Ja. 80), kennzeichnen Bichsels Literatur bzw. seine Schwierigkeit
damit. Er vermag nicht mehr, wie es etwa Uwe Johnson noch versucht hat17,
die allzu kompliziert und unverständlich gewordene Welt als Ganzheit zu erzählen, wo er
bloss noch Bruchstücke, Möglichkeiten und Einzelerfahrungen zur literarischen
Bearbeitung vorfindet, angesichts deren es schliesslich dem Lesepublikum anheimgestellt
bleibt, wie es die Relikte einer verlorenen Totalität plausibel ordnen will. An die
Stelle der Kohärenz ist die undurchdringliche Kontingenz getreten. Bichsel befragt
Begebenheiten, Geschichten und Erfahrungen mit dem Konjunktiv "Was wäre, wenn"
und spinnt sie weiter. Was die Welt zusammenhält, ist einzig das Erzählen als ein Akt,
dem Rezipienten als Koagierende beiwohnen. Kurzum: Ein episches Erzählen erscheint für
Bichsel nicht mehr möglich, nur noch ein episodisches.
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Der Schatten des Erzählens
Demzufolge bricht Bichsels Textur vollends auf und in die Verwerfungen
legt sich der "Schatten literarischer Rede"18.
Dieser Schatten ist das Schweigen.
Doch, wie Sartre schreibt: "schweigen heisst nicht stumm sein,
sondern sich weigern zu sprechen, also immer noch sprechen"19,
was Bichsel exemplarisch in einem seiner Schlüsseltexte, der Kindergeschichte "Ein
Tisch ist ein Tisch", vorführt. Ein Mann beschliesst eines Tages, für sich eine
Sprache zu erfinden. Er leert die alten Worte und füllt sie mit neuen Bedeutungen, bis er
schliesslich nurmehr diese eigene Sprache versteht und vereinsamt, verstummt. Augenfällig
ist hier die soziale Spielart des besagten Schattens. Bichsel beschreibt die
Unmöglichkeit eines sinnvollen Gesprächs. Der von ihm geschilderte Mann sitzt fest in
seinem Gefängnis der Stummheit, seine Kommunikationsversuche sind Rede unter Tauben.
"Es bleibt nichts mehr zu sagen", beschliesst Beckett sein Kurzstück für einen
Hörer und einen Leser, "Ohio Impromptu"20; die
Wechselrede ist am Ende, ersetzt durch das Selbstgespräch. Diese primäre Isolation erst
erzeugt die sekundäre, vom Mann selbst herbeigeführte. Indem er die zufällige
linguistische Konvention zerlegt und neue Zuordnungen von Signifikaten und Signifikanten
trifft, greift er direkt die sprachliche Substanz an und verändert die kommunikative
Basis - doch nicht ohne Strafe: unversehens wechselt der Mann auch seine Identität und
wird zur Metonymie seiner selbst ("kein Mann mehr, sondern ein Fuss", Ki. 23).
Die von Bichsel mit zahlreichen "also"-Konjunktionen inszenierte Textlogik
führt geradewegs ins Verstummen. Ein Satz wie: "Am Mann blieb der alte Fuss lange im
Bild läuten..." (Ki.23) bleibt für Aussenstehende schweigende Rede. Doch nicht
närrische Weltfremdheit schildert hier Bichsel, sondern einen ganz alltäglichen Vorgang:
die Ausbildung von Partikularsprachen. In der Politk und der Werbung etwa sind
"Besetzungen" von (Hochwert-)Begriffen und Neudefinitionen mehr denn je eine
beliebte Strategie der individuellen Inanspruchnahme und ideologischen Bemächtigung von
Worten. Doch auch in anderen Lebensbereichen nimmt das babylonische Sprachgewirr zu,
sodass die grundlegende kommunikative Basis zunehmend zersetzt wird und eine
übergreifende Verständigung schwerer herzustellen ist. Wenngleich mit blumigen Worten
übertüncht, bleibt oft nur Schweigen.
Zu diesen Formen des literarischen "Schattens" treten die
vorgängig bereits genannten: nämlich das strukturelle, der Sprache immanente (mitunter
dialektal verstärkte), sowie das didaktisch-intentionale Schweigen. Bewusst baut Bichsel
Lücken in seine Texte ein, "denn ich will meinem Leser die Möglichkeit geben,
weiterzudenken, weiterzuarbeiten, mitzuarbeiten an diesen Geschichten"21.
Sein Schweigen ist demnach mehrschichtig, wechselweise intentional oder strukturell
bedingt, ein Epiphänomen der Literatur, ein Schattenwurf des Textes. Und überdies
verweist es auf Bichsels beständige Auseinandersetzung mit dem Schreiben, auf seinen
Widerstand gegen das Schreiben-müssen, welcher sich im Schatten-Schweigen ebenso
abreagiert wie in der Wahl einer "stummen", weil kaum als literarisch
anerkannten Textsorte wie der Kolumne. Ungeachtet solcher Erklärungsfülle, scheint
Bichsels Schweigen so dennoch erst unzureichend definiert. Wie exemplarisch beim
Betrunkenen, der "sagt, ich erzähle dir alles, und schweigt" (Ja. 39), handelt
es sich bei den beschriebenen Formen des Schweigens genaugenommen um ein Verstummen, ein
Ver-Schweigen.
Welche Qualität aber eignet dann dem echten Schweigen? Nochmals sei
Benjamins Erzähler-Essay zitiert. An zentraler Stelle heisst es da: "Der Tod ist die
Sanktion von allem, was der Erzähler berichten kann. Vom Tode hat er seine Autorität
geliehen."22 In der Tat fällt auf, wie sehr
Bichsels Geschichten vom Tode her erzählen. Nicht immer muss es so direkt und in
paradoxer Wendung geschehen wie in der Milchmann-Geschichte "Sein Abend". Doch
nicht zu übersehen ist, dass in allen sieben Kindergeschichten ein alter Mann die
Hauptrolle spielt, der dem Tode nahe oder von der bleiernen Schwere einer Lebensagonie
umfangen ist. Rufen wir uns hier den Begriff des episodischen Erzählens in
Erinnerung. Etymologisch lässt sich "Episode" vom griechischen
"Epeisodion" herleiten, womit im antiken Theater die zwischen Chorlieder
"eingeschobenen" Dialogpartien bezeichnet wurden. Demzufolge handelte es sich
beim episodischen Erzählmodus nicht um eine Reihung von nebensächlichen Begebenheiten,
die zu Haupthandlungen avancieren und das Schweigen gleichsam in ihre Mitte nehmen,
vielmehr sind damit in Umkehrung dieser Lesart Geschichten gemeint, die zwischen das
Schweigen eingelassen, ihm abgetrotzt sind. Freilich dreht es sich dabei nicht mehr um
strukturelle und intentionale Schattenwürfe, sondern um das ungleich gewichtigere, um das
existentielle Schweigen vor dem Tode. Dergestalt können wir, einem Trompe-l'oeil
ähnlich, das Bild von der sich verwerfenden Textur neu sehen: sie bricht nicht als
Eigentliches auf, sondern als eine Arabeske, die durch ihre Risse den wahren Erzählgrund,
das Schweigen, offenbart, über dem der Text sich wie ein doppelter Boden notdürftig
schliesst, wo das Erzählen gelingt. Fabulierend schlägt Bichsel wie seine skurrilen
alten Männer vor dem herannahenden Tode einen Haken.
Die Solidarität
"Formulieren ist für mich bereits ein Versuch, die Angst zu
überwinden."23 Die von Bichsel freimütig
eingestandenen Depressionen, seine Mühe mit der Rolle als Schriftsteller, die
(ohnmächtige) Wut über gegenwärtige Zustände sowie die Furcht vor einer schimärenhaft
sich abzeichnenden bedrohlichen Zukunft, deren Erwartung sich meist allein auf die
schäbige Hoffnung reduziert, sie selbst nicht mehr erleben zu müssen - aus all dem setzt
sich die Angst zusammen, die sich in Bichsels Texten gespiegelt findet. Mit Argwohn spürt
er jenem Movens nach, das uns diese ungeliebte Zukunft bescheren wird: die engstirnige
Entschiedenheit, das voreilige Wissen. In der Erzählung "Eine Erklärung an den
Lehrling von Prey" reflektiert er darüber und plädiert engagiert für das
"Halbwissen". Professor Habertruber ist eine Kapazität in dieser verkannten
Disziplin: "Er hatte gelernt, den Augenblick des Erzählens jedem Wissen und jeder
Brauchbarkeit vorzuziehen." (Bu. 117) Dies macht ihn zum Fabulierer, der aus der
Vergangenheit schöpft, die Welt im "was wäre wenn"-Konjunktiv befragt und zu
ihr Gegenwelten entwirft - denn die Welt lesen, heisst die Welt befragen, nicht sie
beantworten. Unter diesem Aspekt meint Erzählen eine Freiheit, zu der nur wenige bereit
sind, weil sie unwägbar ist. "Meine Behauptungen haben ihren Ursprung in der
Unsicherheit" (Le. 7), heisst es in der ersten Poetikvorlesung; entsprechend wehrt
sich Bichsel gegenüber dem Wissen: "Ich fürchte mich vor den Entschiedenen, weil
sie in der Regel Vorentschiedene sind."24 Johann
Peter Hebel schätzt er nicht zuletzt dafür, dass "die Unentschiedenheit ... sein
literarisches Prinzip" war25. Dem Wissen in Form von
vorurteilsbehaftetem Besserwissen ist demgegenüber mit grösster Vorsicht zu begegnen, da
ihm eine elementare Gefahr gerade auch für die helvetische Demokratie innewohnt, wie
Bichsel 1987 in mehreren Kolumnen mit Nachdruck festhielt (vgl. Ig. 46-75):
"Totalitäre sind solche, die bereits gedacht haben, oder besser: bereits gedacht
bekommen haben - und die deshalb das Denken für unnötig halten." (Ig. 64) Ein guter
Grund für ihn, selbst nicht ein Wissender, ein Kenner zu sein, sondern sich die Freiheit
des Dilettanten zu bewahren. In der Frage des Wissens erkennt Bichsel auch die
grundlegende Differenz zwischen Kindern und Erwachsenen. "Vielleicht heisst
Erwachsensein, fraglos in Antworten leben, Antworten haben ohne Fragen" (Gs. 33),
wogegen das Kind beharrlich und ungebührlich fragt: was wäre, wenn... Und nicht zu
vergessen: Fragen richten sich häufig an jemanden. Sie suchen die Gemeinschaft anderer
und wirken so nachhaltig dem Trend zur entsolidarisierenden Partikulargesellschaft und zum
"Masseneremitentum" (Günther Anders) entgegen. In der fraglichen Skepsis, dem
Zweifel manifestiert sich eine menschliche Dimension, der die Literatur auf ihre Weise
"antwortet". "Literatur erinnert an Menschen, an Menschliches"26, glaubt Bichsel, in ihr sind nicht nur die aktuell
bewegenden, globalen Kernfragen aufgehoben, sondern ebenfalls die an sich belanglosen,
persönlichen Schwierigkeiten. Vehement bekräftigte er 1984 in einer Rede vor dem
SP-Parteitag die Notwendigkeit, gerade "auf den kleinen Problemen (zu) beharren, wenn
uns die anderen mit den grossen disziplinieren wollen"27.
Diese menschliche Dimension ist kennzeichnend für Bichsels Schreiben; sie verhindert,
dass er zum einsamen Zyniker wird und sucht stattdessen das offene Gespräch, in dem ein
Einverständnis zu gewinnen ist auf der Stufe des Diskurses und der gemeinsamen Sprache,
nicht aber des Inhaltes, wie es die politische Praxis der "voreiligen
Versöhnung" vorgaukelt. In solchem Gespräch, Keimzelle der direkten Demokratie,
begründet sich die Identität der Partizipanten in dem Masse, wie sie sich nicht so sehr
als Wissende denn als fragliche Individuen verstehen, annehmen können. Die persönliche
Freiheit lässt sich nur bewahren in der entschiedenen Unentschiedenheit und im
ausgetragenen Konflikt. Um diese elementare Freiheit geht es Bichsel. Sie, eine
lebenswichtige Sehnsucht, ist ihm viel wert - mehr als die (politisch definierte)
Unabhängigkeit, "der der soziale Bezug, die Beziehung zu den Mitmenschen fehlen
würde."28 Allein, weil auch der Begriff der
Freiheit von der Politik immer wieder definitorisch beschnitten wird ("Mehr Freiheit
- weniger Staat"), bündelt Bichsel seine Hoffnung in einem Wort, das die soziale
Komponente enger an die persönliche Freiheit bindet: Brüderlichkeit, Solidarität.
"Freiheit ist der Begriff aus dem abstrakten und pathetischen Staatsbereich,
Solidarität ist ein Begriff aus dem realen und pragmatischen Bereich. Einer für alle,
alle für einen. Nur kriegsgierige Haudegen können darunter etwas anderes verstehen als
Solidarität." (Sch. 95)
In einer so gearteten Solidarität ist die Lichtquelle zu erkennen,
kraft derer die Sprache und die Geschichten gleichsam aus dem amorphen Schweigen
herausmodelliert und körperlich sichtbar gemacht werden. Diese Solidarität ist Bichsels
ganz private Utopie, die verhindert, dass der Erzähler sich passiv ins Schweigen ergibt -
eine Utopie im Sinne des Wortes: "Utopia (...) war die Frage nach dem 'Was wäre
wenn', und Utopia ist die einzige Alternative zu einer Zukunft, die niemand mehr mag"
(Sch. 10), der hoffende Glaube an die unmöglichen Möglichkeiten und an die unabdingbare
"Ausbildung der moralischen Phantasie" 29 wider
den technokratischen Indikativ. Das Erzählen steht in Diensten dieser solidarischen
Utopie, indem es die Existenz fraglich hält, die Kommunikation als existentielles
Bedürfnis verteidigt und die Sprache als politisches Instrument behandelt. Erzählen und
zuhören und dabei den andern ihre Geschichten lassen: das ist praktizierte Toleranz und
Solidarität. "Wir müssen unsere Zukunft - unsere Kultur - gemeinsam finden. Und wir
müssen gemeinsam lernen, lernen, lernen" (Sch. 119). Eine solche Intention macht
Bichsels Literatur zur politischen - und deshalb ist jeglicher Umgang mit ihr ein
subversiver Akt: sie spricht nicht für eine Politik, sie ist genuin Politik. Vor allem
aber ist Bichsels "Refugium des Schweigens, ebenso rettend wie bedrohlich" (G.
Samuel), die literarische Kundgabe der "heroisch" ausgehaltenen Ratlosigkeit -
und der Wille, "zu schweigen und zu erzählen zugleich" (Bu. 133).
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Anmerkungen
1 Franz Kafka, Das Schweigen der Sirenen, in: Kafka, Hochzeitsvorbereitungen auf
dem Lande und andere Prosa su dem Nachlass, Franfkurt/M. 1983, 58f.
2 Offener Brief von Peter Höltschi an Peter Bichsel, in: Das Magazin, Nr.
45, 8.11.1991, 9.
3 Max Frisch, Öffentlichkeit als Partner, in: Frisch, Forderungen des
Tages, Frankfurt/M. 1983, 298.
4 Peter Bichsel, Des Schweizers Schweiz. Erw. Neuaufl., Zürich,
1989, 11 (abgekürzt: Des.). Für den Nachweis der Zitate gelten im weiteren folgende
Abkürzungen: (Mi.) Eigentlich möchte Frau Blum den Milchmann kennenlernen, Olten 1964;
(Ja.) *Die Jahreszeiten, Darmstadt 1975; (Ki.) *Kindergeschichten, Darmstadt 1974; (Gs.)
*Geschichten zur falschen Zeit, Darmstadt 1981; (Le.) *Der Leser. Das Erzählen, Darmstadt
1982; (Sch.) Schulmeistereien, Darmstadt 1985; (Bu.) Der Busant, Darmstadt 1985; (Ia.)
*Irgendwo anderswo, Darmstadt 1986; (Ig.) *Im Gegenteil, Darmstadt 1990. Wo markiert (*),
wird nach Taschenbuchausgaben zitiert.
Sekundärliteratur zu Bichsel liegt bisher nur wenige vor; zu nennen sind: Hans Bänziger,
Peter Bichsel, Bern 1984; sowie der Aufsatzband: Herbert Hoven (Hg.), Peter Bichsel, Hamburg/Zürich
1991. Eine ausführliche Bibliographie findet sich bei Bänziger sowie im Kritischen
Lexikon zur deutschsprachigen Gegenwartsliteratur.
5 Hermann Burger, Des Schweizer Autors Schweiz, in: Schweizer Monatshefte
1971, 746-754, 751f.
6 Von 1977-80 wirkte Bichsel in einer Kommission mit, die ein neues,
fortschrittliches SP-Parteiprogramm entworfen hat. Seit 1973/74 ist er auch Mitglied der
Gewerkschaft Bau & Holz.
7 Uwe Johnson, Jahrestage 1-4, Frankfurt/M. 1983, 1651.
8 Walter Benjamin, Der Erzähler, in: Benjamin, Gesammelte Schriften, Band
II.2, Frankfurt/M. 1980, 446.
9 Peter Bichsel, Hören und dazugehören, "Notabene"-Kolumne in
der Schweizer Illustrierten (SI), Nr. 21, 18.5.1992.
10 Die Bezeichnung Goethes und Schillers für die epischen Mythendichter
(Homer).
11 Zit. nach. Kurt H. Spinner, Wir Schweizer sind Schweizer sind Schweizer, in:
Peter Bichsel, a.a.O., 74-78, 75.
12 Roland Barthes, Am Nullpunkt der Literatur, Frankfurt/M. 1982, 89.
13 A.a.O., S. 90.
14 A.a.O., S. 93.
15 "Was wäre wenn", Peter Bichsel im Gespräch mit Rudolf
Bussmann, in: Der Schriftsteller in unserer Zeit, Bern 1972, 235-246, 242.
16 Vgl. dazu Werner Weber, Tagebuch eines Lesers, Olten 1965, 258-64.
17 Vgl. z.B. Uwe Johnson, Begleitumstände, Frankfurt/M. 1980, 127.
18 So der Untertitel von Christian L. Hart-Nibbrigs Studie: Rhetorik des
Schweigens, Frankfurt/M. 1981.
19 Jean-Paul Sartre, Was ist Literatur? Reinbek/Hamburg 1981, 28.
20 Samuel Beckett, Ohio Impromptu, in: Beckett, Drei Gelegenheitsstücke,
Frankfurt/M., 35.
21 "Was wäre wenn", a.a.O., 236.
22 Walter Benjamin, Der Erzähler, in: a.a.O., 450.
23 Bichsels Beantwortung eines Fragebogens, in: Der Schriftsteller...,
146-148, 146.
24 Peter Bichsel, Nach der Parteitagsrede, Kolumne in der Weltwoche vom
23.2.1984.
25 Peter Bichsel, Johann Peter Hebel, in: Peter Bichsel, a.a.O., 107-115,
109.
26 Peter Bichsel, Die Wirklichkeit als Erinnerung,
"Notabene"-Kolumne in der SI, Nr. 13, 23.3.1992.
27 Peter Bichsel, Unsere Bundesratomanie müssen wir endlich aufgeben,
zit. nach: Tages Anzeiger vom 13.2.1984.
28 Peter Bichsel, Definitionen, "Notabene"-Kolumne in der SI,
Nr. 50, 9.12.1991.
29 Günther Anders, Die Antiquiertheit des Menschen, Band 1, 2.
Auflage, München 1980, 271.
Abgedruckt in: Bättig / Leimgruber (Hg.): Grenzfall Literatur. Fribourg 1993,
S. 500 - 511.
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