alles kann und wird sich ändern - 1.1.01

Literarische Ostern: LiOs O1

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The future of writing is moving away from the lone creator sitting behind a keyboard cranking out magical, mystical verse so that one day he or she may find an editor or agent or publisher who will hype her or his work to those interested in commercial literary culture. Instead, the future of writing will feature more multi-media collaborative authoring that will make itself available to hundreds if not thousands of potential associates around the world actively internetworking in their own niche communities. (Mark Amerika in "In Memoriam to Postmodernism")

Literarische Ostern 2001 - surf>sample>manipulate

Karfreitag, 13. April 20.30 DIE PLATTFORM I > remixes
in Zusammenarbeit mit dem Verlag der gesunde Menschenversand
21.15 DIE PLATTFORM II > art21-zeitdruck
die Literatur- und Kunstzeitschrift präsentiert Marion Suter (CH), Knud Wollenberger (D), die Elveri Brothers alias Stefan Humbel und Christian Zehnder (CH), Xochil A. Schütz (D), Lasse Samström (D) und Jürg Halter (CH). Anschliessend spielt die elektroakustische Band nebelle aus Bern.
Karsamstag, 14. April 20.30 Mark Amerika & Chad Mossholder (USA): FILMTEXT: AN ORIGINAL WWW SOUNDTRACK. Writing. Word-Dub. Surf-Sample-Manipulate.
22.00 A-Poetik (CH): literature meets drum`n`bass.
23.30 Open-Nite: Cyborg Disco mit DJ Luka und DJ Nixx (CH) (mit Verlängerung bis 3.30).
Ostersonntag, 15. April 17.00 Interfiction > digitales Erzählen: Werkpräsentation und Debatte mit Mark Amerika (USA), Florian Cramer (D) und Leslie Huppert (D) / Claudia Brieske. Es moderiert: Roberto Simanowski (D)
Dinner-Break
20.30 Talk Over Beethoven. Szenische Lesung eines Chattheaters. Eine Produktion der Literarischen Ostern in Zusammenarbeit mit dem Schweizerischen Schriftsteller- und Schriftstellerinnen-Verband (Gion M. Cavelty, Monica Cantieni, Michael Stauffer und Susanne Berkenheger). Es lesen Franziska Senn, Ueli Blum, Reto Baumgartner, Andrea Schulthess. Idee: Tilman Sack (D).
22.00 Raymond Federman & Art de Fakt (USA/D): Surfiction Jazz. Lesung und Konzert.

>>>>Mosaik-Dinner von 19.00 - 21.00, kleiner Imbiss bis 22.00

Allgemeines zur elektronischen Literatur: siehe Pilgern&Surfen

Die Idee

Das Programm des Festivals lebt von der formulierten Grundidee, dem monologischen Lesen ein dialogisches zur Seite zu stellen. Setzten wir letztes Jahr den Schwerpunkt auf Popliteratur, soll es dieses Jahr die Literatur im Netz sein. Mit dem elektronischen Medium Internet sind ganz neue Textformen entstanden und parallel dazu eine neue Gemeinde von Digerati, NetzautorInnen, die ihren künstlerischen Ausdruck im Gestalten von Hypertexten und Hypermedia gefunden haben. Was heute von einer relativ kleine Gruppe von Avant-Garde-SchreiberInnen entwickelt wird, kann schon morgen einen grossen Teil unseres literarischen Alltags prägen.

Da sich diese Bewegung aber noch ganz am Anfang befindet, gilt es auch (neben dem Aufzeigen von den Möglichkeiten der elektronischen Textproduktion) die treffenden Fragen zu stellen:

Wir laden Persönlichkeiten aus der Netzszene ein, um drei Festivaltage lang dem Publikum Hyper-Literatur und ihre Inszenierungsformen näher zu bringen. Es liegt in der Natur der Sache, dass das nicht ohne musikalische oder spartenübergreifende Veranstaltungen abgehen kann, ist doch das Internet selbst nicht nur Sprachmedium, sondern bietet auch Platz für (bewegte) Bilder und Musik. Ostern steht also weiterhin für Literatur und ungewöhnliche Lesungen, die das monologische Leseritual des klassischen Literaturbetriebs auffrischen und ergänzen können.

Neu soll auch über eine Reihe von Rahmenveranstaltungen (Ausstellung mit Arbeitsstationen) das Medium Hypertext zugänglich gemacht werden. Es soll mit den Möglichkeiten der vernetzten Kommunikation gespielt werden. Die Zusammenarbeit mit dem SSV ist und dem Luzerner Theater ist geplant. Die Veranstaltungen finden vom 13. bis zum 15. April 2001 in der Boa, Luzern, statt. Gleichzeitig finden in der Winkelwiese, Zürich, und dem Theater Schlachthaus, Bern, Parallelveranstaltungen statt.

Dass junge Literatur ein breites Publikum anzuziehn vermag, haben wir mit der ersten Ausgabe des Literaturfestivals "Literarische Ostern" gezeigt, das im April 00 unter dem Namen Slamschlachten und poppende Eier stattgefunden hat und auch bei der Schweizer Presse breit Resonanz gefunden hat. Annähernd 500 zahlende ZuschauerInnen fanden ihren Weg nach Luzern in die Boa, um die 38 beteiligten KünstlerInnen in Aktion zu sehen. Die Veranstaltungen fanden vom 21. bis zum 23. April 2000 statt. Das Programm entstand in einer Zusammenarbeit mit dem Verlag "der gesunde Menschenversand", der Luzerner Jazzschule (Musikhochschule Luzern Fakultät III) und dem Schweizerischen Schriftsteller- und Schriftstellerinnenverband (SSV).

Rahmenprogramm:

Näheres zu den Programmpunkten und die Links

Freitag, 13. April: interact!

Talk Over Beethoven. Szenische Lesung eines Chattheaters. Eine Produktion der Literarischen Ostern in Zusammenarbeit mit dem Schweizerischen Schriftstellerinnen- und Schriftsteller- Verband (Gion M. Cavelty, Monica Cantieni, Michael Stauffer und Susanne Berkenheger). Idee und Regie: Tilman Sack (D).

Tilman Sack, gebürtiger Stuttgarter und Absolvent des Max-Reinhardt-Seminars in Wien, erarbeitet "Talk Over Beethoven". Die Handlung des Stücks wird vor der Lesung von vier SSV-AutorInnen via Internet geschrieben. Daraus resultiert das Konzept des "Chattheaters", welches im Januar 2000 als "Kampf der Autoren" in Stuttgart seine ersten Krabbelversuche machte und im Herbst in Deutschlandsberg (Österreich) zum zweiten Mal in den Laufstall entlassen wurde. An den Literarischen Ostern präsentieren wir das "Talk Over Beethoven" in Form einer Lesung.

Tilman Sack

geboren 1967 in Stuttgart-Sonnenberg, hat nach einer vierjährigen Arbeit als Schauspieler und Regieassistent am Studio-Theater-Stuttgart von 1993-94 Slavistik, Germanistik und Politik an der Universität Hamburg studiert. 1994 wechselte er an das Max-Reinhardt-Seminar in Wien, um Theaterregie zu studieren. 1998 schenkten ihm gute Freunde einen Computer mit vorinstalliertem Internetanschluss. Seitdem beschäftigt er sich in erster Linie mit der Verknüpfung und Konfrontation der Medien Theater und Internet.

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Die Projekte von Tilman Sack (auch Fotografien): http://www.foyazee.org/sack/

Die Chatsite: http://www.wand5.de/KdA/

Stücktext für Stuttgart: http://www.wand5.de/KdA/Kampf/dump.php3

Gion M. Cavelty

geboren (1974) und aufgewachsen in Chur. Studium der Italienischen und Rätoromanischen Sprache und Literatur in Fribourg und Zürich. Trilogie im Suhrkamp-Verlag: "Quifezit oder eine Reise im Geigenkoffer" (1997), "ad absurdum oder eine Reise ins Buchlabyrinth" (1997) und "tabula rasa oder eine Reise ins Reich des Irrsinns" (1998). Letztes Buch: "Endlich Nichtleser - die beste Methode, mit dem Lesen für immer aufzuhören" (Suhrkamp, 2000). Theaterstücke: Das Verlorene Wort, Uraufführung 1998 im Schauspielhaus Frankfurt am Main. Der letzte Fall, Uraufführung 2000 im Stadttheater Solothurn.

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Seine Homepage: www.nichtleser.com

Seine Fanpage (mit Fotos): www.geocities.com/SoHo/Bistro/7238/gionmcavelty.html

Monica Cantieni

geboren 1965 in Thalwil. 1996 "Hieronymus' Kinder", Erzählung, Rotpunktverlag, Zürich. Cantieni erhielt 1997 das Werkjahr der Schweizerischen Kulturstiftung PRO HELVETIA. 1998 fand die Uraufführung, von "Lucia, Mädchen", einem Einakter in fünf Szenen, statt. Im selben Jahr wurde "Hier" in der Kurzgeschichten-Anthologie "Das Netzlesebuch", AutorInnen der jüngeren Schweizer Generation, veröffentlicht (Netzpress, Ebnat-Kappel/Berlin, in Zusammenarbeit mit dem Literarischen Colloqium, Berlin), sowie bei Pendo, Zürich/München, die Kurzggeschichte "Inselleben" in der Anthologie "Binnenwelten, Stimmen aus der Schweiz". Die Autorin arbeitet an ihrem neuen Roman "Die Nebeltrinker".

Michael Stauffer

Ich wurde am 20. Juli 1972 um 14.55 Uhr in Winterthur, im Kanton Zürich, geboren. In Frauenfeld besuchte ich: Kindergarten, Volksschule, Gymnasium, Blockflötenunterricht, Schönschreibkurse, Jugendriege, Jugendmusikkorps, Militärdienst (12 Tage), danach Zivilschutz. Studien in Deutsch, Französisch und Bildnerischem Gestalten, abgeschlossen mit dem Lehramt. Ausblick. Hörspiel: "Gartenproletarier für DRS II; Buch: "I promise...", bei Urs Engeler, Editor; Installation: Museum Blumenstein, Solthurn, im Chinazimmer.

Susanne Berkenheger

geb. 1963, lebt in München. Studium der Literaturwissenschaft und Sprachphilosophie in Erlangen, Rom und München. Erhielt 1997 für den Hypertext "Zeit für die Bombe" den 1. Preis des Internet-Literaturwettbewerbs der ZEIT. Seitdem weiter dabei, flüchtige, digitale Territorien abzustecken. 1999 erschien "Hilfe - Ein Hypertext aus vier Kehlen" (Ettlinger Internetliteraturpreis). 2000 Mitautorin beim "Kampf der Autoren", einem Spiel auf Bühne und Internet (Aufführung beim Stuttgarter Filmwinter).

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Ihre Homepage: http://www.wargla.de/home.htm

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DIE PLATTFORM I > remixes

In Zusammenarbeit mit dem Verlag "Der gesunde Menschenversand". Der umtriebige Berner Verlag wurde 1998 von Matthias Burki und Yves Thomi gegründet. Der Verlag hat sich vorgenommen, ein eigentliches Netzwerk für innovatives, junges Literatur- und Comicschaffen aufzubauen. Dazu gehört die Herausgabe des Literaturfanzines "das heft das seinen langen namen ändern wollte", die Veröffentlichung von Büchern ("Das Buch der Langeweile", "1999. Ein Comicband" und "Die sprechende Droge" von Till Müller-Klug), aber auch die Veranstaltung von speziellen Literaturanlässen. So verdanken wir dem Hause Menschenversand in Form von Poetry Slam, dieser jungen Art von (an)sprechender Poesie, das Wiederaufleben der Literatur im Ambiente der Nachtkultur.

remixes > Die Idee ist bestechend einfach: Man nehme gute oder schlechte Texte, schüttle kräftig, werfe unnötigen Ballast weg, seziere das, was einen getroffen hat und mache daraus seinen eigenen. Der gesunde Menschenversand präsentiert remixes. Texte u.a. von den die AutorInnen Ralf Schlatter, Suzanne Zahnd (beide Zürich), Heini Gut (Stans) und Matthias Burki (Luzern). Dramaturgie: Severin Perrig.

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Die offizielle Site > http://www.menschenversand.ch/index2.html

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DIE PLATTFORM II > art21-zeitdruck

art.21-zeitdruck ist der Name einer jungen Literatur - und Kunstzeitschrift aus Bern. Das Kürzel art.21 leitet sich vom Artikel 21 der schweizerischen Bundesverfassung ab, der besagt: "die Freiheit der Kunst ist gewährleistet". art.21 will junger, unbekannter Literatur und Kunst eine unabhängige Plattform bieten. art.21 entstand aus dem Bewusstsein heraus, dass das Verlangen, sich zu artikulieren und die Verwirklichung dieses Verlangens zwei auseinanderdriftende Phänomene sind. art.21-zeitdruck ist bemüht, diesem Mangel abzuhelfen. Ein Bestreben der Redaktion ist es, jungen, nicht etablierten Kunstschaffenden eine Perspektive der unkommerziellen und dennoch qualitativ anspruchsvollen Publikationsgelegenheit zu bereiten. Die Schreibenden und Gestaltenden stammen aus dem ganzen deutschsprachigen Raum. Die Redaktion besteht aus Jürg Halter, Stefan Humbel und Christian Zehnder.

An den literarischen Ostern stellt die Literatur- und Kunstzeitschrift art.21-zeitdruck sich und seine Autoren vor. Lesen werden: Marion Suter, (Dialoge), Bern (Veröffentlichungen u.a. im Berner Theateralmanach, schreibt Theatertexte); Knud Wollenberger (Lyrik), Berlin (zwei mal 4. Platz beim National Poetry Slam); Elveri Brother, (führen den Dialog), red.art.21 (Stefan Humbel und Christian Zehnder stehen für härtesten Dialogismus); Xochil A. Schütz, (Lyrik), Berlin, (erotische Lyrik, Slam Poetry der feinen Art); Lasse Samström, (Slam Poetry), Bonn-Beuel (Vollkontaktperformer); Jürg Halter, (Texte), red.art.21 (steht für das harte Wort). Moderation: Christine Weber.

Im zweiten Teil des Abends spielt die Band nebelle (Elektronische Sounds, Sampler und akkustische Instrumente) aus Bern. Sphärische Synthesizer Sounds, akustisches Schlagzeug und Bass bilden ein Fundament, über dem Samples und Loops wie auch Gitarren- und Bläsersoli den Stücken ihren Charakter verleihen. Nebelle bedient sich beim Sampeln verschiedener Quellen. Auszüge aus Klassischer Musik, Film und Interviewaufzeichnungen werden live verfremdet. Dabei ergibt sich Musik, die sich zwischen Drum'n'bass, Trip-Hop und neuen Formen des Jazz bewegt. Mit: Marcel Kägi - electronics, samples, piano, drum; Niklaus Erismann - guitar, live-sampling, delay-tech; Fabio Baechtold - bass, live-sampling, vocoder; Rico Baumann - drums, piano, samples. Gäste: Lukas Thöni - trumpet; Stefan Haslebacher - alto sax. Danach gibt es Musik ab Maschine mit dem Elektronikspezialisten Marcel Kägi.

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Die offizielle Site: www.art-21.ch

Informationen zur Zeitschrift: www.confusion.ch

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Samstag, 14. April: sample & manipulate!

FILMTEXT : AN ORIGINAL WWW SOUNDTRACK: featuring Mark Amerika with Twine: Writing. Word-Dub. Surf-Sample-Manipulate.

The World Premiere of Mark Amerika's new performance art work, FILMTEXT: AN ORIGINAL WWW SOUNDTRACK is a live sound-writing event featuring the writing of Internet artist, novelist, and new media theorist Mark Amerika and the intelligent sounds of Twine (featuring Chad Mossholder). In this improvisational performance, Amerika projects his on-the-fly writing remixes and phonemic vocalizations while Twine manipulates all of the data into a sonic workspace. - Read. Listen. Watch. Breathe. - But Please Do Not Disturb: Internet Artist at Work.

Mark Amerika

geb. 1960, lebt in Boulder, Colorado. Herausgeber des Netzwerk-Projekts "Alt-x" (gegründet 1993). Als Creative Writing Fellow und Lektor für Netz-Publikation und Hypertext entwickelte er 1997 "Grammatron", bislang eines der bedeutendsten Internet-Kunstwerke, das kürzlich zur Whitney Biennial of American Art eingeladen wurde. Weitere Publikationen: "The Kafka Chronicles. A Novel" (1993); "Sexual Blood" (1995); "Hypertextual Consciousness" (1997) sowie zahlreiche Aufsätze zur Ästhetik der Medienkunst, viele davon bei Telepolis.

LINKS

Who is Mark Amerika: http://www.altx.com/who.is.mark.amerika.html

Amerikas Forum für Netzliteratur: http://www.altx.com/

Amerikas Grammatron: http://www.grammatron.com/

Amerikas phon:e:me : http://phoneme.walkerart.org/launch.html

Interviewmit Amerika: http://phoneme.walkerart.org/interview.html

Amerikas Kolumnen auf deutsch: http://www.heise.de/tp/deutsch/kolumnen/ame/

Amerika an der p0es1s: http://www.p0es1s.com/bio/amer.htm

Chad Mossholder

Chad Mossholder is member of the group Twine. Twine are masters of a seemingly impossible task, a synthesis of sonic experimentation and rhythmic architecture that is entrancing and unique. They are most easily categorized as electronic musicians, sharing the minimal, atmospheric warmth of Autechre and Plaid, but they mix into this an unprecedented dedication to the abstract and experimental. This is evident in their dark, sparse approach and their use of unusual sound sources, including a seemingly infinite palette of static. It is from this foundation that they catapult themselves into a supremely rarified realm-they make adventurous, forward-looking music that is supremely listenable.

LINKS

Die Musik: http://artists.mp3s.com/artists/7/twine.html

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A-Poetik: literature meets drum`n`bass

La-Chaux-de-Fonds is the home town of A-Poetik, an Italian Swiss trio of Louka (dj & programmer), Maximiliano (vocalist -- he doesn't so much sing as speak or chant the texts of their pieces) & Nicola (guitarist, also known as DJ Nixx). A-Poetik's performances are clearly poetry, spoken rather than sung words, the concatenation, reiteration & subtle interaction of the words as crucial to each piece as the musical elements.

A-Poetik ist eine Künstlergruppe, die aus einem Kern von vier Leuten besteht, und die eine poetische Mischung drum`n`bass in der Tradition der der 80er NY-Kunst-Szene auf die Bühne bringt. Dies nicht im Bezug auf ihre Musik, die sehr zeitgemäss und innovativ ist, aber in Bezug auf ihre Auseinandersetzung mit der Interaktivität. Sie laden immer wieder neu verschieden Künstler, DJ´s und MusikerInnen ein, um miteinander das Bühnengeschehen zu bestreiten. Das Line-Up besteht aus: DJ Luka (&bass); DJ Nixx (&guitars); Massimilio Baldassari (voice) und Stephane Mercier (sound)

LINKS

Bandportrait: http://www.manicmusic.com/apoetik.htm

Beschrieb eines Gigs: http://poetry.about.com/arts/poetry/library/weekly/aa020999.htm

Torneedaten: http://www.mano.de/tourcldr/apoetik.htm

Die Migros unterstützt http://www.kulturprozent.ch/soundz/foerderung.htm

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Open-Nite: Cyborg Disco mit DJ Luka und DL Nixx (mit Verlängerung bis 3.30)

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Sonntag, 15. April: surf!

Interfiction > digitales Erzählen: Werkpräsentation und Debatte mit Mark Amerika, Leslie Huppert/Claudia Brieske und Florian Cramer. Es moderiert: Roberto Simanowski.

Der Anlass ist zweiteilig.

1) In einem ersten Teil präsentieren die eingeladenen KünstlerInnen in 20-minütigen Blocks ihre Arbeiten.

Florian Cramer: Cramers Permutationen rekonstruieren kombinatorische Dichtung von der Spätantike bis zur Gegenwart. Sie enthalten algorithmische Variationen von Joyces "Finnegans Wake", Anagrammautomaten sowie selbstkonzipierte Textspiele.

Mark Amerika: Grammatron, eine Hypertextarbeit mit musikalischen und "filmischen" Elementen. Eine typische Amerika Avant-Pop Geschichte, aber auch eine theoretische Auseinandersetzung mit nonlinearem Schreiben und dem Schreiben auf dem Netz. Vorstellen wird Amerika auch Phon:e:me, seine neueste Netzarbeit.

Leslie Huppert / Claudia Brieske:"Gegenort -The Virtual Mine" ist ein global vernetztes Multimedia- und Ausstellungsprojekt, daß von fünf saarländischen MedienkünstlerInnen (Monika Bohr, Claudia Brieske, Leslie Huppert, Fevzi Konuk, Gertrud Riethmüller) für die ehemalige Schachtanlage Gegenort in Neunkirchen-Wiebelskirchen konzipiert wurde und von der Neunkircher Kulturgesellschaft im Sommer 2001 veranstaltet wird.

2) Nach einer kleinen Pause beginnt der Gesprächsteil, der von Roberto Simanowski, Herausgeber des Netzjournals Dichtung Digital, moderiert wird. Die Gesprächsteilnehmer werden im Vorfeld gebeten, sich über die Zukunft des Schreibens im Netz Gedanken zu machen. Hier drei Punkte, die im Verlauf des Gesprächs berührt werden könnten:

Nach einer kleinen Einleitung von Roberto Simanowski, haben die Diskutanten Zeit, ihre Standpunkte darzulegen. Es ist zu beachten, dass es sich um keine Fachtagung handelt. Es handelt sich um ein Publikum mit gutem Allgemeinwissen. Die Diskussion sollte nicht länger als eine Stunde dauern.

Die Teilnehmer:

Leslie Huppert

Leslie Huppert 1960 geboren in Saarbrücken; 1980 Abitur am Hermann-Hesse Gymnasium Berlin; 1980-88 Reisen, Auslandsaufenthalte und "Migrationsversuche"; 1990 Studium der Freien Kunst an der Hochschule der Bildenden Künste Saar; Malerei bei Prof. Bodo Baumgarten, Neue Medien/Performance bei Ulrike Rosenbach und Gastprof. Jill Scott; 1994 Auslandsstudium am Nova Scotia College for Art & Design (NSCAD), Halifax, Nova Scotia/Canada; 1997 Diplom Freie Kunst HBK Saar; 1997 1. Preis beim "Saarländischen Multimediapreis". Dozentin an der HBKSaar, Internetkunst, Netzprojekte.

LINKS

Biografie: http://www.saarbruecker-stadtwerke.de/galerie/kunstpreis/1997/leslie_huppert.html

Ihre Webprojekte: http://leslie.internett.de/

Über ihre Arbeit: http://www.phil.uni-sb.de/projekte/kunst/cassone/Seiten/Huppert.html

Eine Arbeit: http://leslie.internett.de/cat/avatar_3/tirell2.html

Florian Cramer

geb. 1969, lebt in Berlin. Studium der Allgemeinen und Vergleichenden Literaturwissenschaft, Kunstgeschichte und Neueren Deutschen Philologie in Berlin und Amherst/Massachusetts. Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Seminar für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft der Freien Universität Berlin. "Permutationen" wurde 1998 mit dem Sonderpreis beim Internet-Literaturwettbewerb "Pegasus" von ZEIT und IBM prämiert. Publikationen zur Netzliteratur u.a. im "Schreibheft" Nr. 48 (1996).

LINKS

Cramer an der p0es1s: http://www.p0es1s.com/bio/cram.htm

Who the fuck is Florian Cramer: http://www.mikro.org/Events/OS/referenten/cramer.html

Cramer Aufsätze: http://userpage.fu-berlin.de/~cantsin/

Über die Literatur im Netz: http://userpage.fu-berlin.de/~cantsin/aufsaetze/netzliteratur/alg-literatur_im_internet.html

Seine Permutationen: http://userpage.fu-berlin.de/~cantsin/index.cgi

Mark Amerika

geb. 1960, lebt in Boulder, Colorado. Herausgeber des Netzwerk-Projekts "Alt-x" (gegründet 1993). Als Creative Writing Fellow und Lektor für Netz-Publikation und Hypertext entwickelte er 1997 "Grammatron", bislang eines der bedeutendsten Internet-Kunstwerke, das kürzlich zur Whitney Biennial of American Art eingeladen wurde. Weitere Publikationen: "The Kafka Chronicles. A Novel" (1993); "Sexual Blood" (1995); "Hypertextual Consciousness" (1997) sowie zahlreiche Aufsätze zur Ästhetik der Medienkunst, viele davon bei Telepolis.

LINKS

Who is Mark Amerika: http://www.altx.com/who.is.mark.amerika.html

Amerikas Forum für Netzliteratur: http://www.altx.com/

Amerikas Grammatron: http://www.grammatron.com/

Amerikas phon:e:me : http://phoneme.walkerart.org/launch.html

Interview: http://phoneme.walkerart.org/interview.html

Amerika Kolumnen auf deutsch: http://www.heise.de/tp/deutsch/kolumnen/ame/

Amerika an der p0es1s: http://www.p0es1s.com/bio/amer.htm

MODERATION:
Roberto Simanowski

Herausgeber des Netzjournals dichtung digital. dichtung-digital.de wurde im Juni 1999 als Journal zu Werken und Theorie der digitalen Literatur gegründet. Ausgangspunkt einer akademischen Kritik ist, sich einerseits auf die ästhetische Logik des Einzelwerks einzulassen und es andererseits nach bestimmten allgemeineren Grundsätzen zu beurteilen. Kriterien der Analyse und Bewertung digitaler Literatur können sein: 1.) Multimedialität 2.) Technik-Ästhetik 3.) Performance 4.) Navigationspfllicht 5.) Links 6.) Bildschirmästhetik.

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Hier ist Simanowskis zu Hause:Logo

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Festivalbeobachter: San Keller

Wiederum möchten wir einen Festivalbeobachter einladen, der das ganze Programm besucht und vor Ort Statements dazu macht. Wir möchten hierzu nicht mehr GermanistInnen einladen sondern einem Künstler Carte Blanche geben. Dieses Jahr soll es der Zürcher San Keller sein, der mit seiner Dienstleistungskunst schon für einige Aufregung gesorgt hat. Aus einem Interview mit San Keller: Es gehe bei seinen Projekten nicht nur ums Gespäch, sondern um den Austausch auf allen Ebenen. Das Erlebnis und der gesellige Akt ständen im Mittelpunkt. Er wolle Alltägliches mit dem System Kunst verknüpfen. Er wolle Zeitverschiebungen erzeugen, Rhythmen durchbrechen. Er richte zum Beispiel eine Kamera auf das Bett einer zu bewachenden Person. Draussen auf das Trottoir stelle er einen Monitor hin und verbringe dort die Nacht und wache. So bringe er den Schlaf in den öffentlichen Raum.

LINKS

Bild und Bio: http://www.onthespot.ch/bilder/keller.html

Stefan Kägi über Sans Projekte: http://www.uni-giessen.de/diskurs/diskurs_99_-_groups___san_kell.html

San Keller als Stellvertreter (Haus am Gern): http://www.hausamgern.ch/stellvertreter/sankeller.html

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Zettels Traum - wer schreiben will, muss auch die Schreibmaschine wollen (CH): Lesung eines Textes von Arno Schmidt

Mit Daniel Kasztura u.a.; Textauswahl / Regie Adrian Fry.

In seinen phantastischen - bizarren Erzählungen und Romanen experimentierte Arno Schmidt mit der Sprache und mit neuen Erzählformen. Die Handlung tritt oft hinter die Zustandsbeschreibung und wird zum Teil in fotoartige Kleinstszenen oder in nebeneinandergestellte Erzählebenen aufgelöst. Er lebte über zwanzig Jahre bis zum Lebensende sehr zurückgezogen in der Lüneburger Heide und arbeitete von früh bis spät. "Um fünf Uhr muss ich - vor vier Uhr darf ich"; A. Schmidt zu seinen Lebensgewohnheiten. Nur so ist annähernd zu erklären, wie ein Mensch so viel lesen und schreiben konnte.

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Raymond Federman & Art de Fakt: Surfiction Jazz. Lesung und Konzert.

Raymond Federman: 1928 in Paris geboren, lebt seit 1947 in Amerika, und ist seit 1953 Staatsbürger der USA. Nach Gelegenheitsarbeiten, u.a. als Jazzmusiker (Saxophon), studierte er an der University of California in Los Angeles. Federman, Romanschriftsteller, Lyriker, Essayist, Kritiker und Übersetzer, gilt als einer der führenden Vertreter der literarischen Avantgarde der USA. Er ist Professor für Literaturwissenschaft an der State University of New York, Buffalo. Verschiedene Zusammenarbeiten auch mit Mark Amerika. "Surfiction" nennt Federman dieses einerseits improvisatorische, bisweilen an die Écriture automatique der Surrealisten gemahnende, anderseits aber wohlkalkulierte und hochartifizielle Schreiben. "Surfiction", das ist die Aufhebung der Realität im Unsinn, die wilde Jonglerie mit einer Wirklichkeit, die zu schrecklich ist, als daß der Autor sie einfach so beschreiben könnte. Nur im absurden artifiziellen Spiel, in der ästhetischen Verfremdung kann er sich ihr zumindest nähern. Konzert mit Raymond Federman, Brigitta Schäfer (sax), Ludger Singer (kb), Urban Elsässer (gt), Markus Proske (bass) und Thomas Lieven (dr).

LINKS

Federmans Homepage: http://www.federman.com/

Federman bei Amerikas altx. http://www.altx.com/voice/voice.html

Online Writing und Soundfiles: http://wings.buffalo.edu/epc/authors/federman/

Kritik von Frank Schäfer (deutsch): http://www.oeko-net.de/kommune/kommune9-98/kfederma.htm

Mixed Media / The Federman Series by Terri Katz Kasimov: http://www.niagara.edu/cam/Voice/Voice.htm

Interview und mehr: http://www.uidaho.edu/LS/Eng/Fugue/fugue14-15/federman.htm

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Kontaktadresse:

Adi Blum, zusammenstoss, Gartenweg 6, 6030 Ebikon, CH-6030 Ebikon; Telefon, Fax und E-mail: 0041 41 440 56 09 / alilum@bluewin.ch

Weitere Informationen sind auf unserer Homepage www.pilgernundsurfen.ch zu finden.